SCHNELL GEFORSCHT: Regenmacher

Heute habe ich mal wieder ein schnelles Experiment für Dich. Dieses Mal ist es ein Experiment mit & über das spannende Element Wasser. Wir wollen uns den Regen in die Wohnung holen. Bist Du dabei?

Was wir benötigen: Wasserkocher, 2 Gläser für heißes & kaltes Wasser, großes Glas mit Deckel, Metalllöffel, Schutzbrillen, Deospray

Was zu tun ist: Wir erhitzen Wasser mit dem Wasserkocher. Dabei beobachten wir mit allen Sinnen, was passiert: wir hören auf die Geräusche, wir schauen ob sich etwas verändert. Wenn das Wasser im Kocher erhitzt ist, füllen wir dieses in ein stabiles Glas & betrachten, was im Glas passiert. In ein zweites Glas füllen wir kaltes Wasser. Wir betrachten, ob wir Unterschiede zwischen den beiden Gläsern mit heißem bzw. kaltem Wasser erkennen können. Wir fühlen mit unseren Händen über beide Glasöffnungen.
In einem zweiten Teil des Experimentes sprühen wir kurz mit dem Deospray in das Deckelglas hinein (das dient allein dazu, das Experiment schneller & klarer ablaufen zu lassen). Dann füllen wir das heiße Wasser hinterher, dass ca. 1/3 des Glases mit Wasser gefüllt ist & verschließen das Glas mit einem Deckel. Nun betrachten wir das Glas ganz genau.

Forschen für Kinder Regenmacher im Deckelglas
Wolken im Deckelglas. Der Wasserdampf ist als weißer Qualm im Glas erkennbar. Mit der Zeit sehen wir kleine Wassertropfen. Irgendwann rinnen größere Tropfen das Glas entlang nach unten.

Was passiert ist: Das Wasser im Wasserkocher beginnt nach einiger Zeit, lauter zu werden. Irgendwann steigt Dampf aus dem Kocher hinauf.
Im Glas mit kaltem Wasser, befindet sich das Wasser am Boden des Glases. Es ist keine Bewegung über der Öffnung des Glases zu spüren & das Wasser verbleibt ruhig im Glas. Im Glas mit der heißen Flüssigkeit, sehen wir im Wasser kleinen Blasen & Dampf aufsteigen. Die Innenseite des Glases beschlägt. Mit der Zeit können wir kleine Wassertropfen erkennen, die wieder etwas später immer dicker werden & am Rand des Glases hinabrinnen.

Was wir herausgefunden haben: Wasserteilchen bewegen sich miteinander verbunden & fließen in flüssiger Form aus einem Gefäß ins Glas. Wird Wasser erhitzt, bewegen sich auch die Wasserteilchen schneller. Sie benötigen mehr Platz & bewegen sich einzeln als Wasserdampf weiter. In unserem Wasserkocher bzw. Glas mit heißem Wasser können wir diese Bewegung als aufsteigende Gasblasen beobachten: wir können die Bewegung als lauter werdendes Rauschen hören & als blubbernde Gasblase sehen. Sobald das Wasser als Dampf aus dem flüssigen Wasser aufgestiegen ist, können wir es nicht mehr direkt beobachten. Allerdings ist die Umgebungsluft kälter, als das erhitzte Wasser. Hier kühlen die Wasserteilchen wieder ab & wandeln sich zurück zu Wassertropfen. Diese können wir als kleine Wolke oberhalb des Gefäßes bzw. als Wassertropfen an der Innenseite des Glases sehen.

Wo spielt dieses Verhalten des Wassers in der Natur eine Rolle?
Die Sonne ist für die Erde eine Hitzequelle. Ähnlich wie der Wasserkocher kann die Sonne Wasser erwärmen. Je stärker die Sonne scheint, umso mehr Wasser wechselt in den dampfigen Zustand. Wasserdampf ist leicht & steigt als Wassergas in die Luft der Erdatmosphäre auf. Dort kühlt das gasförmige Wasser wieder ab & wechselt in den flüssigen Zustand zurück: es bilden sich Wassertropfen, die wir als Wolken sehen können. Je mehr Wasserteilchen sich in einer Wolke zusammen finden, umso dicker wächst sie an.
Weiße Wolken bestehen aus wenigen Wassertropfen, das Sonnenlicht kann noch gut durch die Wolke hindurch scheinen & wir sehen sie weiß am Himmel fliegen. Sammeln sich aber mehr Wasserteilchen in einer Wolke, wird diese immer dicker & das Sonnenlicht kommt immer schwerer hindurch. Solche Wolken wirken dann grau bis dunkel.
Sobald die Wasserteilchen zu schwer werden & nicht mehr in der Wolke gehalten werden können, fallen die Wasserteilchen als Niederschlag zur Erde: abhängig von der Umgebungstemperatur fallen die Wasserteilchen als Regen, Hagel oder Schnee hinab.

Zeit, dass Du Dir ein wenig Wolken & Regen bei Dir daheim zauberst. Viel Spaß beim Beobachten & Verstehen.
Deine Andrea

Ab in die Luft: Flugzeugbau

Eines meiner liebsten Kinderbücher ist das Buch Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus, das von Torben Kuhlmann geschrieben & illustriert wurde. Dieses Buch hat mich dazu inspiriert, mit meinen Forscherkids ein paar Flugzeugvariaten auszuprobieren.
Zur Zeit träumen sicherlich viele von uns davon, in ein Flugzeug zu steigen & einen schönen Ort zu besuchen. Das ist leider in der aktuellen „Corona-Ausgangsbeschränkung“ nicht möglich. Deshalb holen wir uns einfach ein lsutigest Flugobjekt nach Hause. Bist Du dabei?

Weißt Du, was nötig ist, um in luftige Höhe zu gelangen? …um zumindest für kurze Zeit zu fliegen?

Forschen für Kinder Flugzeug Doppeldecker aus Holzstäben und Wäscheklammer
Hübsches Holzflugzeug, das zum Fliegen allerdings nicht geeignet ist. Warum wohl?

Mit unterschiedlichen Materialien haben wir daher Flugzeuge gebaut, die besser oder schlechtere Flugkünste besaßen. Nach mehreren Versuchen haben wir aber ein Flugzeug gebaut, das wirklich toll geflogen ist & sogar eine Variation der Flugfähigkeit erlaubt. Dieses möchte ich Dir heute vorstellen & Dich einladen, es bei Dir daheim nachzubauen.

„Ab in die Luft: Flugzeugbau“ weiterlesen

SCHLAUMEIER: Graue Haare

Heute endet die zweite Woche, in der wohl in ganz Deutschland, kein Kind die Schule oder den Kindergarten besucht hat. Fast alle Kinder sind mit den Eltern daheim. Das ist für alle Beteiligten eine besondere Situation, aber ich wünsche Dir, dass Du das mit Deinen Mitbewohnern gut meisterst.
Gerade, wenn Erwachsene gestresst werden, & das kann schon mal passieren, wenn sie nicht erklären können, wie die Lösung der Hausaufgabe aussehen könnte oder, wenn sie keine Idee haben, welches Spiel man noch zusammen spielen könnte. Die Ursache, was uns stresst ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich, aber wahrscheinlich hat jeder von uns schon einmal etwas ähnliches gehört wie: „Jetzt habe ich sicher ein graues Haar mehr auf dem Kopf!“

Unser Forschen für Kinder-Forscher mit seinem weißen Haar.

Aber woher kommen eigentlich die grauen Haare & wachsen sie schneller, wenn eine Person geärgert oder erschreckt wird?
Wenn Du erklären möchtest, wie es zu „grauen“ Haaren kommt, dann hör doch gerne mal in den SchlaumeierBericht von Radio Feierwerk rein, in dem ich im vergangenen Sommer genau zu diesem Thema interviewt wurde.

Viel Freude beim Reinhören & hab einen tollen Tag.
Deine Andrea

KREATIV: Lesezeichen basteln

Bist Du eine Leseratte?
Bei mir fehlt häufig die Zeit, dass ich mich gemütlich mit einem Buch auf die Couch setze. Dabei habe ich tolle Bücher, auch mit naturwissenschaftlichem Hintergrund, in meinem Bücherregal stehen. Wenn ich nach einer langen Pause mal wieder mein Buch in die Hand nehme, weiß ich oft nicht, wo ich zuletzt mit dem Lesen aufgehört habe.

Dafür habe ich jetzt eine Lösung: ein praktisches Lesezeichen. Das Tolle: Du kannst es nach Deinen Wünschen gestalten & verzieren. Vielleicht hast Du ja Lust, ganz unterschiedliche Lesezeichen zu gestalten & an Deine Freunde oder Verwandten zu verschenken.

Jetzt zeige ich Dir aber mal, wie Du die Grundlage für Dein Lesezeichen falten kannst:

Was wir benötigen: viereckiges Stück Papier, Bastelmaterial Deiner Wahl

Was zu tun ist: Falte Dein Papier zur Hälfte nach oben & versuche dabei, die beiden Kanten des Papiers genau aufeinander zu legen. Öffne Dein Blatt wieder & falte nun Dein Papier ein weiteres Mal zur Hälfte. Diesmal aber zur Seite. Auch jetzt öffnest Du das Papier wieder.

Bilder für die ersten Faltschritte auf dem Weg zum Lesezeichen. Zweimal wird das Blatt halbiert & wieder aufgeklappt.
Bild 1: Falte Dein Blatt zweimal zur Hälfte. Dadurch erhälst Du ein Knickmuster, das Dir bei späteren Schritten hilft.

Weiter geht es. Dein Blatt wird nun noch einmal gefaltet, dieses Mal machst Du daraus aber zu einem Dreieck. Versuche möglichst, die Spitzen genau aufeinander zu legen. Dann fährst Du von dort in Richtung unteren Rand herunter & erhälst eine saubere Falzkante.

Bilder für die zweiten Faltschritte auf dem Weg zum Lesezeichen. Aus einem Viereck wird ein Dreieck.
Bild 2: Falte aus Deinem Papier ein Dreieck.

Um die Knickkanten zu noch etwas für weitere Schritte vorzubereiten, knickst Du nun die beiden Seitenecken in Richtung der Spitze (s. Bild 2, untere Reihe).
Jetzt klappen wir das obere Blatt Papier ein. Dazu nimmst Du die Spitze des Dreiecks & klappst sie nach unten auf die Kante des Papiers. Achte darauf, dass Du nur eines der beiden Dreieckspapiere umklappst. Das untere bleibt ein Dreieck.

Bilder für die dritten Faltschritte auf dem Weg zum Lesezeichen. Die Spitze des oberen Blattes wird zu einem kleinen Dreieck nach unten gefaltet.
Bild 3: Die Spitze des oberen Blattes knickst Du nun zurück nach unten: Spitze auf Kante. Danach bereitest Du noch einmal den nächsten Schritt vor & klappst die äußeren Ecken neben die Spitze nach innen.

Nun klappst Du noch die äußeren Ecken nach innen. Dabei sollen die Ecken neben der Spitze des Dreiecks landen. Am Ende sieht Dein Ergebnis ein wenig aus, wie ein Haus mit Spitzdach (s. Bild 3 unten rechts). Das hilft den nächsten Schritt, leichter umzusetzen.
Dafür klappst Du die beiden Ecken des Dreiecks wieder zur Seite auseinander. Nun nimmst Du die erste Ecke & versteckst sie in der Mitte Deiner beiden Papierhälften (Bild 4, oben rechts).

Bilder für die vierten Faltschritte auf dem Weg zum Lesezeichen. Die äußeren Ecken müssen hinter dem in Schritt 3 gefalteten kleinen Dreieck verschwinden.
Bild 4: Die Ecken müssen nun zwischen den beiden Papierhälften verschwinden. Knicke sie dazu um & hinter das kleine Dreieck aus Bild 3.

Das wiederholst Du auch mit der zweiten Ecke & hast hoffentlich das Ergebnis, das Du im Bild 4 (unten rechts). Dein Lesezeichen ist fertig.

Das fertige Lesezeichen ist zu sehen. Es bildet eine Tasche, die über eine Buchseite gesteckt werden kann.
Das fertige Lesezeichen. Es passt genau auf die Ecke Deiner Buchseite, an der Du zu lesen aufgehört hast.

Das bedeutet: ab hier bist Du samt Deiner Kreativität gefragt. Du kannst Dein Lesezeichen nach Deinen Wünschen gestalten. Falls Du auch ein Forscherlesezeichen basteln möchtest, findest Du die Vorlage des Forschen für Kinder-Forschers in diesem Post.
Dir wünsche ich jetzt viel Freude beim Basteln & Lesen & freue mich, wenn Du mir Deine Kreation zeigst. Gerne via Instagram oder per Mail.
Mit kreativen Forschergrüßen.
Deine Andrea

SCHNELL GEFORSCHT: Papierhelikopter

Was wir benötigen: Vordruck Papierhelikopter, Stifte, Schere, 3x Büroklammern

Was zu tun ist: Hast Du die Vorlage des Papierhelikopters bereits ausgedruckt? Dann kannst Du damit beginnen, Dein Fluggerät zu bemalen. Danach schneidest Du es aus & versuchst, Dein Papier zum fliegenden Helikopter zu bringen.

Bist Du zufrieden? Was fehlt, um den Fall zum Boden zu verlängern? Wie können uns die Büroklammern dabei helfen? Probiere es aus.

Falls Du Hilfe brauchst, folgt jetzt eine Beschreibung, was zu tun ist, damit der Papierhelikopter auch tatsächlich zu einem Flugobjekt wird: Wenn Du die äußere Umrandung des Fliegers ausgeschnitten hast, schneidest Du die fein gestrichelte Linie zwischen den Flügeln ein. Einen Flügel knickst Du nach vorne. Den zweiten Flügel knickst Du nach hinten weg. Wie ist das Flugverhalten nun?
Weiter geht es mit den beiden ca. 1 cm kurzen, fein gestrichelten Linien unterhalb des Forschen für Kinder-Forschers. Schneide auch diese entlang der Linie ein. Die beiden langen Seiten des Papiers werden nun an den gestrichelten Längslinien entlang nach hinten geknickt. Setze einen weiteren Testflug an. Immer noch ausbaufähig?
Knicke das untere Ende des Fliegers an der gestrichelten Linie noch einmal nach hinten. Um dieses Papierstück zu befestigen, kannst Du die Büroklammern genau hier anbringen. Teste gerne, ob es einen Unterschied macht, wie viele Büroklammern Du anbringst.

Was wir herausgefunden haben: Wenn Du Deinen Papierhelikopter in die Höhe wirst, geht er nach einem kurzen Sturzflug in eine spiral- und schraubenförmige Drehbewegung über. Die Schwerkraft sorgt dafür, dass der Helikopter zu Boden fällt. Dabei wird das freie Drehen des Flugkörpers durch den Luftstrom erzeugt, eine sogenannte Autorotation. Durch diese Drehung wird ein leichter Auftrieb verursacht. Auf diese Weise schwebt der Papierhelikopter langsamer zu Boden & kann eine weite Flugstrecke überwinden.
Die Autorotation kennen wir nicht nur von einem Helikopter, sondern auch von sogenannten Flügelfrüchten. Diese finden wir bei Baumarten wie Ahorn, Linde oder Esche. Das Prinzip der Autorotation, das freie Drehen eines Flugkörpers, wird durch einen Luftstrom erzeugt. Dabei stellt der Kern/Samen der Frucht bzw. unsere Büroklammer den schwersten Punkt dar, weshalb dieser Teil der Frucht bzw. des Papierhelikopters den tiefsten Punkt darstellt.

Forschen für Kinder Papierhelikopter mit zwei Flugsamen von Ahorn und Linde
Papierhelikopter & Samen von Linde & Ahorn: alle drei werden in Autorotation versetzt.

Fertig. Jetzt bist Du dran: viel Freude mit Deinem persönlichen Fluggerät…es eignet sich übrigens auch hervorragend für Flugtests im Innenraum.
Fliegende Forschergrüße,
Deine Andrea

SCHNELL GEFORSCHT: Musizieren mit Trinkhalm

Heute gibt es unter der Rubrik SCHNELL GEFORSCHT noch einmal ein wenig Musik für Dich. Auch dieses Mal brauchst Du nicht viel & hast sicherlich alles daheim. Viel Spaß mit diesem schnellen Experiment für daheim:

In diesem Bild wird gezeigt, wie aus einem Trinkhalm ein Musikinstrument wird. Dazu nimmt man den Trinkhalm in die Hand & schneidet an einem Ende die Spitzen so ab, dass ein Dreieck mit einer Spitze verfügbar ist.
So geht’s: an einem Ende des Trinkhalmes
schneidest Du eine Spitze heraus.

Was wir benötigen: 2 Trinkhalme, Schere

Was zu tun ist: Du nimmst Deinen Trinkhalm in die Hand & quetschst ein Ende zwischen Deinen Fingern zusammen, wie Du es auf dem Bild oben siehst. Nun schneidest Du mit der Schere zwei schräge Schnitte von der Seite des Trinkhalms zur Mitte der Öffnung. Dadurch entsteht ein spitzes Dreieck an dem beschnittenen Ende des Trinkhalmes. Schon ist Dein Instrument fertig.

Nun nimmst Du diese spitze Seite des Trinkhalmes in den Mund & presst die Lippen zusammen. Gleichzeitig pustest Du kräftig Luft durch den Trinkhalm hindurch.

Es lohnt sich, wenn Du das Ende des Trinkhalmes in Deinem Mund vor & zurück schiebst, ein wenig mit der Stärke spielst, mit der Du den Trinkhalm zusammen drückst oder mal mehr & mal etwas weniger Luft durch die Plastikröhre hindurchzupusten. Es kommt der Moment, an dem stimmt die Luftmenge, die Position des Trinkhalmes in Deinem Mund oder auch der Druck, mit dem Du Deine Lippen auf den Trinkhalm drückst & Du hörst einen zauberhaften Quak…ähm…ich meine Ton.

Wenn Du nichts hörst, dann darfst Du jetzt ein wenig ausprobieren. Das ist gar nicht so einfach, mit diesem Instrument einen Ton zu erzeugen…also sei geduldig & neugierig. Das quakende Musikerlebnis lohnt sich nämlich.

Was wir herausgefunden haben: Schallwellen entstehen, wenn Gegenstände zu schwingen beginnen. Im Freien hören wir die Blätter am Baum rascheln, die der Wind durchpustet; an manchen vorstehenden Röhren – Regenrinnen, Laternenmaste – hören wir ein lautes Pfeifen,…u.v.m..
Schneidet Du Deinen Trinkhalm an einer Seite spitz an, kannst Du den Kunststoff in Schwingung versetzen. Triffst Du die richtige Position beim Hineinpusten, erzeugt die Luft ein quakendes Geräusch, wenn Deine Luft den Trinkhalm in Schwingung versetzt. Das ist nicht möglich, wenn man einen herkömmlichen, nicht veränderten Trinkhalm verwendet. Es können richtig schöne Töne entstehen…und wenn Du ein Konzert mit der ganzen Familie veranstalten willst, dann erhält jedes Mitglied eine eigene Trinkhalmflöte…mal kürzer mal länger…denn die Länge hat Einfluss auf den Ton, der aus der Flöte klingt.
Jüngeren Forschern fällt es oft schwer, den Trinkhalm in Schwingung zu versetzen. Es bedarf einiger Übung, um die Töne laut aus dem Trinkhalm quaken zu lassen.

Zur Unterstützung habe ich Dir ein kleines Video vorbereitet, in dem Du sehen kannst, wie Du Deine Flöte zu einem richtigen Klangzauberer machst.
Dir wünsche ich wieder viel Freude beim Ausprobieren…und wenn es bei Dir geklappt hat oder Du mir verraten möchtest, wie Dir das Experiment mit dem quakenden Trinkhalm gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar von Dir.
Deine Andrea

Köstliche Chemie: Crème brûlée

Kürzlich bin ich beim Einkaufen über ein kleines Flambiergerät gestolpert. Das kann man als Forscherin für so viele spannende Experimente nutzen, dass ich das kleine Ding einfach mitgenommen habe.

Den ersten Einsatz habe ich schnell gefunden…ich wollte nämlich immer schon mal eine Crème brûlée selber machen & die gehört bekanntlich ordentlich flambiert.
Also habe ich mich auf die Suche nach einem guten Rezept gemacht, habe mehrere Male einen köstlichen Nachtisch für die Familie gekocht & möchte Dir heute an dieser Stelle zeigen, wie köstlich Chemie sein kann & verrate Dir das Rezept.

Die Optik meiner Crème brûlée ist noch nicht perfekt, aber der Geschmack…unvergesslich gut!


Zutaten für 4 Portionen Crème brûlée
6 Eigelb
50g Zucker
250 mL Sahne (möglichst viel Fett)
1 Vanilleschote
etwas brauner Zucker

Forschen für Kinder Crème brûlée Zutaten: Eier, Zucker, Sahne, Vanilleschote und Handmixer, Teller, Messer, Waage, Rührschüssel
Diese Zutaten benötigst Du für Deine Crème brûlée.

außerdem solltest Du diese Gerätschaften bereit stellen:
4 feuer- & backhofenfeste Dessertschalen; große Glasschale, in der alle Dessertschalen Platz finden; Wasserkocher; Topf; Handrührgerät; Flambiergerät

Was zu tun ist: Die Zubereitung dieses köstlichen Nachtischs sollte am besten am Vortag erfolgen. Bring also etwas Geduld mit, wenn Du Deine Crème brûlée zubereitest. Das ist hart…ich weiß…aber es lohnt sich!

Eine Vorbereitung kannst Du schon mal treffen: stelle Deine Dessertschalen in die Glasschale & fülle etwas 2-3 cm kochendes Wasser um die Dessertschalen herum. Dieses Wasser wird später dabei helfen, Deiner Crème brûlée die richtige Beschaffenheit zu verleihen.

Nun ist es Zeit, dass Du die Vanilleschote ausschabst. Das Mark der Schote gibst Du in einen Kochtopf. Wenn Du die Schote gut ausgekrazt hast, gibst Du auch die Vanilleschote mit in den Topf & füllst Deine Sahne hinein.

Forschen für Kinder Crème brûlée: Auskratzen einer Vanilleschote wird in einer Bildcollage gezeigt.
So wird die Vanille aus der Schote geholt.

Nun lässt Du alles ein wenig heiß werden. Sobald die Sahne blubbert, solltest Du das Erhitzen beenden. Mein Tipp: erhitze die Sahne vorsichtig & langsam, da sie nicht aufkochen, sondern nur erhitzt werden soll. Ein leichtest Blubbern in der Sahne reicht aus.

Forschen für Kinder Crème brûlée: Topf mit Sahne und Vanileschote und Rührbesen ist zu sehen.
Erwärme Deine Vanille-Sahne langsam & lass sie nicht zu heiß werden. Sie soll nicht aufkochen!

…das Blubbern ist übrigens Wasserdampf, der durch das Erhitzen der Sahne entsteht. Das gasförmige Wasser ist leichter als die flüssige Form & steigt in die Gasphase – die Luft – auf.

Während Deine Sahne sich aufwärmt, kannst Du Dich schon einmal der Zucker-Ei-Masse widment. Dazu trennst Du die Eier & gibst Du die 6 Eigelb in eine kleine Rührschüssel. Dort hinein gibst Du noch den Zucker & rührst alles mindestens 3 Minuten lang um. Diese Zeit benötigt das Eigelb, um leicht cremig zu werden & eine hellgelbe Farbe anzunehmen. Du wirst selber merken, ab welchem Zeitpunkt das Eigelb seine Konsistenz – Beschaffenheit – ändert.

Forschen für Kinder Crème brûlée: Eigel plus Zucker lange verrühren, dann Vanillesahne hinzu und weiterrühren.
Der Weg Deiner Eimasse: Zucker & Ei verrühren, dann die warme Vanillesahne dazu.

Wenn das Eigelb samt Zucker ordentlich aufgeschlagen sind, gibst Du die warme Sahne hinzu – achte darauf, dass die Sahne nicht zu heiß in die Eimischung gegeben wird, da Dein Nachtisch andernfalls flüssig bleibt. Nimm vorher auch noch die Vanilleschote heraus. Dann rührst Du die Mischung noch einmal gut mit dem Handmixer durch.

Weiter geht es! Du füllst Deine fertige Ei-Zucker-Sahne-Mischung in die vorbereiteten Nachtischgefäße um. Teile die Masse auf & fülle die Gefäße notfalls bis zum Rand. Dann stellst Du alles für ca. 45-60 Minuten in den Backofen. Bei 120°C Ober-/Unterhitze herrscht die richtige Temperatur, um Deinen Nachtisch miteinander reagieren zu lassen. Jetzt passiert in Deinem Backofen nämlich köstliche Chemie. Das Eigelb enthält Eiweiß…klingt komisch, meint aber nichts anderes, als dass im Eigelb Proteine enthalten sind. Ein anderes Wort für Eiweiß ist Protein. Speziell die beiden Proteine Albumin & Globulin spielen jetzt eine wichtige Rolle. Sie können nämlich Flüssigkeiten binden, wodurch sie die Nachtischmasse quasi zusammen kleben. Dabei können die beiden Proteine fast die doppelte Menge Flüssigkeit ihrer eigenen Masse aufnehmen. Nimmst Du also zu wenig Eier, wird Deine Crème brûlée zwar köstlich schmecken, aber eben eher eine Nachtischssuppe sein, als ein fester Pudding.

Forschen für Kinder Crème brûlée: zwei Bilder sind zu sehen. Oben vier Schalen mit hell-gelber flüssiger Creme unten die vier gleichen Schalen mit bräunlich, fester Oberfläche
So sieht Dein Nachtisch vor bzw. nach dem Wasserbad im Backofen aus. Schnell damit in den Kühlschrank.

Wenn die Zeit im Backofen vorbei ist, nimmst Du Deine Nachtischschalen aus dem Wasserbad heraus & setzt sie sofort in den Kühlschrank um. Hier können sie für einige Stunden, am besten sogar über Nacht auskühlen. Das ist noch einmal wichtig, damit Dein Nachtisch ordentlich aushärten kann.

Nun ist aber endlich der Moment gekommen, der immer besonders viel Freude macht: das Flamibieren. Nimm Deinen Nachtisch dazu aus dem Kühlschrank heraus, streue braunen Zucker drüber & flämme diesen vorsichtig mit der Flamme des Flambiergerätes ab. Auch hier kannst Du noch einmal angewandte Chemie erleben. Durch die Hitze der Flamme beginnt der Zucker zu schmelzen. Kristallzucker schmilzt bei einer Temperatur zwischen 120-160°C (das kommt auf die Zuckermoleküle an). Eine Vielzahl chemischer Veränderungen laufen in kurzer Zeit ab. In der Hauptsache wird der Zucker entwässert & es entstehen Verbindungen der Zuckermoleküle  untereinander zu einer Zuckerkette (Polymere). Genau diese Polymere sind verantwortlich für die bräunliche Färbung  & den besonderen Geschmack. Wenn Du zu lange wartest, führt diese Reaktion sogar bis zu einer Verkohlung des Zuckers…dann ist der Zucker nicht mehr braun, sondern schwarz…also versuche, mit Gefühl zu flambieren. Aber wie so oft gilt: die Übung macht den Meister & ich übe zur Zeit viel & regelmäßig.

Forschen für Kinder Crème brûlée: Bildcollage zum Flambieren der Nachtische. Brauner Zucker auf der hell-gelben Oberfläche wird mit Hitze zu bräunlichem Karamell.
Jetzt kommt noch das Highlight Deiner Crème brûlée: der Karamell-Deckel. Dazu wird brauner Zucker flambiert.

Dir wünsche ich nun viel Freude beim Nachmachen & hoffe, dass Dir die Crème brûlée so richtig gut mundet. Gib mir gerne eine Rückmeldung, wie Dir dieses Experiment gefallen bzw. geschmeckt hat.

Mit süßen Forschergrüßen.
Deine Andrea

SCHNELL GEFORSCHT: Wasserzauberei

Hast Du Lust, ein wenig mit Wasser zu zaubern? Dann lade ich Dich ein, zu meinem heutigen Experiment unter der Rubrik schnell geforscht.

Forschen für Kinder Dichteexperiment mit Wasser. Zwei Gläser mit Wasser gefüllt sollen mit der Öffnung übereinander gestellt werden.
So geht es los: zwei Gläser bis zum Rand mit Wasser befüllt. Jetzt müssen sie irgendwie aufeinander gestellt werden. Natürlich darf das Wasser dabei nicht hinauslaufen…

Wir brauchen: 2 Gläser mit gleicher Öffnung, kaltes Wasser, warmes Wasser, Farbe, Pipette, Pappe oder Postkarte

Was zu tun ist: Eines der Gläser wird mit warmem, das andere mit kaltem Wasser randvoll gefüllt. In einem Glas färben wir das Wasser mit Hilfe von Lebensmittelfarbe an, um sie voneinander unterscheiden zu können. Das Glas mit warmem Wasser (im Bild oben ist es das Glas, dessen Wasser nicht angefärbt wurde) wird mit Hilfe einer Pappe verschlossen. Was glaubst Du, was passieren wird, wenn Du die Pappe zwischen den Öffnungen der beiden Gläser entfernen wirst? Hast Du eine Idee? Na dann los…sobald die Pappe sich an der Öffnung festgesogen hat, drehen wir das Glas vorsichtig kopfüber & positionieren es zügig über der Öffnung des zweiten Glases. Nun wird die Pappe vorsichtig entfernt.
 …was passiert?
Unglaublich oder? – Nun ist es Zeit, das Experiment zu wiederholen. Dieses Mal stellen wir das Glas mit dem kalten Wasser über das Glas mit dem warmen Wasser. Und jetzt? Was glaubst Du, wird nun passieren?

Was wir herausgefunden haben: Tropfen wir buntes Wasser in klares Wasser, vermischt sich beides miteinander. Das können wir daran erkennen, dass sich die Farbe schnell im klaren Wasser verdünnt.

Was passiert nun in unserem Wasserexperiment?
Stellen wir ein Glas mit warmem Wasser so auf ein Glas mit kaltem Wasser, dass ein Austausch möglich wäre, bleiben die beiden Wasserphasen getrennt. In einem Glas haben wir klares, im anderen Glas, gefärbtes Wasser. Das Wasser vermischt sich nicht.
Stellen wir aber ein Glas mit kaltem Wasser über eines mit warmem Wasser, vermischen sich die beiden Wasserphasen sehr schnell miteinander, so dass in beiden Gläsern buntes Wasser vorzufinden ist.

Wasserteilchen im warmen Wasser sind leichter, da sie sich schneller bewegen & mehr Platz benötigen. Daher befinden sich auf gleicher Fläche mehr Wasserteilchen im kalten Wasser (höhere Dichte), als im warmen Wasser (geringere Dichte).
Leichte Dinge werden weniger stark von der Erdanziehungskraft angezogen & befinden sich oberhalb von schweren Dingen.

Wenn wir in unserem Experiment warmes Wasser über das kalten Wasser positionieren, befinden sich die jeweiligen Wasserteilchen bereits dort, wo sie hin wollen: leichtes Wasser ist unten (schwer) & kaltes Wasser ist oben (leicht). Die Wasserteilchen gefinden sich also an ihrem richtigen Ort. Stellen wir aber kaltes, schweres Wasser über dasdas warme, leichte Wasser im unteren Glas, dann fallen die schweren Wasserteilchen hinab. Dadurch fließen die kalten Wasserteilchen nach unten, wodurch sie für eine Durchmischung sorgen.

Das grenzt doch wirklich fast an Zauberei, oder was meinst Du?

Jetzt wünsche ich Dir viel Freude dabei, wenn Du das Experiment daheim nachmachst.
Mit herzlichen Forschergrüßen.
Deine Andrea

KREATIV: Ausmalen gegen Langeweile

Heute findest Du auf meinem Blog diese Datei zum Ausmalen: Forschen für Kinder FORSCHER.

Diesen Forscher kannst Du Dir ausdrucken und nach Deinen Vorstellungen gestalten.

Wenn Du Lust hast, mir Dein Bild zu zeigen, dann sende mir gerne ein Bild an diese Emailadresse: hallo@forschenfuerkinder.de .
Hab einen schönen Tag.
Mit herzlichen Forschergrüßen.
Deine Andrea

SCHNELL GEFORSCHT: Hausmusik

Heute habe ich Dir ein lustiges Experiment unter der Rubrik SCHNELL GEFORSCHT für Dich, das auf jeden Fall für gute Stimmung sorgen kann. Wohlweislich verspreche ich Dir nicht, dass das Ergebnis hohe Kunst oder gar wohlklingend sein muss…aber es kann sich nett anhören…das liegt an jedem Forscher selbst.

Eine Bildcollage ist zu sehen: links vier Bilder untereinander. Das oberste: Wasser wird in ein Sektglas eingeschenkt. Die weiteren sind Nahaufnahmen vom Wasser im Glas - Wellen sind zu sehen. Rechts: ein großes Bild, auf dem einige Gläser gezeigt sind. Eines wird von einer Hand berührt. Die Hand soll sich im Kreis um den Glasrand bewegen.
Dein Weg zum eigenen Glaskonzert.

Was wir benötigen: Gläser, Wasser

Was zu tun ist: Du suchst in Deiner Wohnung unterschiedliche Gläser: große, kleine, dicker Rand, dünner Rand, mit oder ohne Fuß, oder was Du sonst noch testen möchtest.

Du stellst die Gläser auf den Tisch & befüllst sie mit Wasser…Du entscheidest, wie Du vorgehen möchtest: alle Gläser gleichzeitig füllen, einige befüllen…alle Gläser gleich hoch befüllen oder doch lieber unterschiedlich viel Wasser ins Glas?

Wenn mindestens ein Glas befüllt ist geht es weiter: Du befeuchtest Deinen Finger der einen Hand und fährst über den Rand des Glases; mit der anderen Hand hältst Du das Glas fest. Schaffst Du es, dass Du einen Ton erzeugst? Solltest Du nichts hören, versuche bitte vorsichtig den Druck zu erhöhen, da die Glasränder abbrechen können.
Kannst Du mit allen Gläsern, Töne zu erzeugen? Bei welchen ist es leichter? Wie klingen die Töne in den verschiedenen Gläsern oder bei den unterschiedlichen Füllhöhen? Muss Wasser im Glas sein, damit es klingt?

Was wir herausgefunden haben: Reibst Du den feuchten Finger über den Rand eines Glases, wird ein Ton erzeugt. Dieser Ton entsteht, weil Deine Finger das Glas in Schwingung versetzen. Wenn Du genau hinschaust, kannst Du diese Schwingungen im Wasser als kleine Wellen oder Wasserbewegungen ganz deutlich sehen.
Die Schwingung des Glases wird auch durch das eingefüllte Wasser beeinflusst: viel Wasser sorgt für einen tiefen Ton; wenig Wasser sorgt für einen höheren Ton. Das liegt daran, dass das Wasser vom Glas mit in Schwingung versetzt werden muss. Ist mehr Wasser vorhanden, muss mehr bewegt werden, wodurch die Schwingung langsamer sind (Anzahl der Schwingungen = Frequenz) & einen tieferen Ton abgeben. Wenig Wasser kann leichter in Schwingung versetzt werden & die Schwingungen können sich schneller bewegen, weshalb der Ton höher klingt.

Dickrandige Gläser eignen sich weniger gut für Deine Glasmusik, da dickes Glas nicht so leicht in Schwingung versetzt werden kann, wie dünnes Glas.

Wenn Du jetzt etwas brauchst, um Deine Ohren zu beruhigen, dann schau Dir mal an, was ein Profi mit einer „Glasharfe“ für Zauberklänge erklingen lassen kann: Andres Bertomeu. …und vielleicht klingt Eure Glasmusik in wenigen Wochen auch schon traumhaft schön. In jedem Fall wünsche ich Dir viel Freude beim Nachmachen.

…und hier findest Du mein Glaskonzert. Viel Freude beim Nachmachen & Anhören.

Mit herzlichen Forschergrüßen.
Deine Andrea