Gegen die Langeweile: Wie stark ist die Schale eines Hühnereis

Forschen für Kinder Wie stark sind Eischalen

Frohe Ostern!
Wann, wenn nicht zu Ostern, gibt es reichlich Eier im Haus? Genau der richtige Zeitpunkt also, für ein Experiment mit Eiern. Na los, ich lade Dich heute herzlich ein, die Stärke von Eierschalen selber zu testen. Bist Du dabei?

Lastenei. Wie viel hält die Schale aus?

Was wir benötigen: 3 oder mehr rohe Eier, Tesafilm, Knete, 2 Teller, Bücher

Was zu tun ist: Lass uns herausfinden, wie stark Eier bzw. ihre Eischalen sind. Eine Möglichkeit, die Stabilität von Eischalen zu testen, habe ich Dir ja schon in einem anderen Blogbeitrag gezeigt: „Kräftemessen mit einem Ei“ war da die Aufgabe. Schau gerne noch einmal rüber, wenn Du wissen möchtest, ob Du vielleicht stärker bist, als die Schale eines rohen Eis.

Für unser heutiges Experiment stabilisierst Du mindestens drei Eier auf einem Teller; ich habe fünf gewählt. Wenn die Eier eine gute Unterlage bilden, beginnst Du damit, ein Buch auf die Eier zu legen…dann das zweite…das dritte… & so weiter. Mal sehen, wie viel Lektüre Deine Eier aushalten. Aber Achtung: beim ersten knack solltest Du unbedingt aufhören, weitere Bücher auf die Eier zu legen; andernfalls sind Deine Bücher ganz bald mit ziemlich viel flüssigem Ei eingesaut.


Alternativ überlegst Du Dir, wofür Du heute das Innere von zwei Eiern nutzen könntest: Pfannkuchen oder Kuchen backen wären meine Vorschläge. Versuche dabei, die Eier vorsichtig aufzuschlagen, damit sich die Eischalen möglichst mittig öffnen & nur wenige Splitter aufweisen. Spüle die Schalenhälften von innen vorsichtig mit Wasser aus & umklebe die Ränder mit Tesafilm. Dann stellst Du die Eischalenhälften mit der Öffnung nach unten auf Deinen Teller & schaust, wie viel die Eischalen tragen können.

Was wir herausgefunden haben: Eier sind viel stärker & stabiler, als man es von ihnen mit ihrer dünnen Schale erwartet. Ein rohes Ei können wir beispielsweise nicht an den Enden einzudrücken, auch nicht mit aller Kraft – natürlich nur, solange die Schale intakt ist.
Auch der Buchstapel läßt die Schalen nicht zerbrechen. Das liegt am Aufbau der Eier. Ihre Schale besteht vorwiegend aus Kalk. Zwischen den verschiedenen Kalkschichten befinden sich aber immer wieder weiche Schichten, die Einwirkungen auf das Ei abfedern können. Zudem hilft auch die Flüssigkeit im Innern dafür, dass das Ei stabil ist.

Im heutigen Experiment – vor allem, wenn Du die Stabilität des Eis nur mit den Schalenhälften ausprobiert hast – ist aber vor allem die ovale Form des Eis entscheidend. Diese ist nämlich der stabilsten Form, einer Kugel, sehr nahe. Die Kugel nimmt, bezogen auf das Volumen, die kleinstmögliche Oberfläche ein. Dies geht oft einher mit der niedrigsten Energieform, welche die stabilste für einen Körper ist. Genau dieses physikalische Phänomen führt dazu, dass sich beispielsweise Wasserteilchen, wo immer möglich, zu einem Tropfen bilden oder Seifenblasen stets eine runde Form einnehmen. Mit der ovalen Form, kommt das Ei einer Kugel also schon sehr nah & ist dank dieser Form besonders stabil. So werden Belastungen, wie durch die Bücher, in alle Richtungen abgelenkt. Dadurch verteilt sich die Krafteinwirkung gleichmäßig in alle Richtungen über die Schale des Eis.

So…& nun möchte ich wissen, wie viele Bücher Deine Eischalen ausgehalten haben. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Aber vor allem wünsche ich Dir noch einen fröhlichen letzten Osterfeiertag.
Mit herzlichen Forschergrüßen.
Deine Andrea

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