Gesunde Zähne

Zähne haben eine besondere Bedeutung für uns Menschen & insbesondere für die Kinder. Mit den Zähnen beißen wir kleine Stücke unserer Nahrung ab, zerkleinern diese & starten somit die Verdauung unserer Nahrung. Aber unsere Zähne sind auch für unsere Sprache wichtig.

Das Erwachsenengebiss tauscht das Kindergebiss aus
Zahnwechsel in einem Kindergebiss.

Bei uns Menschen kommt es zweimal in unserem Leben zu einem Durchbruch von Zähnen. Im Alter bis ungefähr 3 Jahren ist unser Milchzahngebiss vollständig. Ab dem Ende der Kindergartenzeit verändert sich unser Gebiss dann noch einmal vollständig.

Alles beginnt damit, dass ein bleibender Backenzahn wächst. Dann werden mit wachsendem Kiefer auch die bisherigen Zähne ausgetauscht. Pro Kiefer bekommen wir vier Schneidezähne, zwei Eckzähne & vier Backenzähne. Der gesamte Zahnwechsel ist dann endlich mit dem 11. bis 13. Lebensjahr abgeschlossen. Mit 14 Jahren folgt noch ein Backenzahn, bis dann – voraussichtlich zwischen dem 17. – 25. Lebensjahr  auch die Weisheitszähne durchbrechen.

Gerade im Grundschulalter passiert also eine Menge in unserem Mund, was die betroffenen Schulkinder auf unterschiedliche Weise beschäftigt.

So verschieden unsere Zähne auch aussehen: sie sind alle gleich aufgebaut. Der Teil der Zähne, den wir sehen, nennen wir Zahnkrone. Über den sogenannten Zahnhals ist diese mit der Zahnwurzel verbunden, die für einen festen Halt der Zähne in unserem Kiefer sorgt.

Zahnaufbau Zahnkrone Zahnwurzel Zahnschmelz
Aufbau des menschlichen Zahnes.

Die Zahnkrone ist auch der Bereich des Zahnes, den wir besonders pflegen sollten.
Schon die Chinesen haben vor über 4.000 Jahren herausgefunden, dass es eine direkte Verbindung zwischen Zähnen & Organen gibt, die über sogenannte Meridiane miteinander in Verbindung sind.

Zahngesundheit ist also gerade im Schulalter besonders wichtig. Denn in diesem Alter legen wir den Grundstein für dauerhaft gesunde Zähne.

Um gesunde Zähne zu erhalten, müssen wir sie pflegen. Doch was genau passiert eigentlich in unserem Mund? Das möchte ich Dir heute mit einem Experiment verdeutlichen, das Dir sicherlich ein besonderes AHA-Erlebnis bescheren wird.

Was wir brauchen: 1 Ei, Edding, Essigessenz, fluoridhaltige Zahncreme, Zahnbürste, Papiertuch, Frischhaltefolie, Löffel, großes Glas

Was zu tun ist: Zeichne in der Mitte des Ei’s einen Kreis auf die Eischale. So hast Du das Ei in eine obere & untere Hälfte getrennt. Eine Seite betupfst Du jetzt mit Zahncreme & putzt dem Ei die Eischale. Dann hüllst Du das Ei für ca. 10 Minuten in Frischhaltefolie.
In der Zwischenzeit befüllst Du Dein Glas mit 9/10 Teilen Wasser & 1/10 Volumen Essigessenz. Bedenke: „erst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure“.

Nach Ablauf der 10 Minuten putzt Du vorsichtig die Eischale von Zahnpasta sauber & legst es mit Hilfe des Löffels vorsichtig in das vorbereitet Glas. Nun beobachte genau.

Was wir beobachtet haben: Auf der Seite des Ei’s, die wir mit Zahncreme behandelt haben, steigen wenige Gasblasen an der Eischale nach oben. Auf der Hälfte des Ei’s, das wir nicht „geputzt“ haben, sehen wir ebenfalls Gasblasen aufsteigen, allerdings deutlich mehr.

Kohlenstoffdioxid bildet sich beim Abbau der Eischale durch Säuren

Was wir gelernt haben: Die Eischale, wie auch unsere Zähne, besteht zu einem Großteil aus Calciumcarbonat (Kalk). Das wird von Säuren, die wir auch mit vielen unseren Speisen oder Säften an unsere Zähne bringen, herausgelöst. Dabei wird das Gas Kohlenstoffdioxid (CO2) frei. Dieses sehen wir als Bläschen aufsteigen.
Das Fluorid aus der Zahnpaste lagert sich bei dem „geputzten Ei“ zwischen den Kalkteilchen ein, wodurch die Säure den Kalk nicht mehr so leicht angreifen kann. An der Eischale des „geputzten“ Ei’s steigen weniger Bläschen auf. So, wie die Eischale geschützt ist, werden auch unsere Zähne durch die fluoridhaltige Zahnpasta geschützt.
Lassen wir das Ei, geputzt oder nicht, über Nacht in der Säure liegen, wird die Schale komplett aufgelöst & das Ei wird nur noch durch die Eihaut zusammengehalten: wir haben ein Flummiei.

Putzen wir unsere Zähne nicht regelmäßig, wird auch die Kalkschicht unserer Zähne abgebaut, es bilden sich kleine Löcher, die hervorragend von Bakterien „bewohnt“ werden können. Diese scheiden ebenfalls Säuren aus, die den Prozess noch weiter verstärken. Durch regelmäßiges Putzen können wir unseren Zähnen also etwas Gutes tun & neben dem Entfernen unterschiedlicher Verschmutzungen auch die Grundlage für schädliche Bakterien nehmen.

Und wenn Du mal keine Zahnbürste zur Hand hast, dann spül den Mund regelmäßig aus, damit die Säuren in Deinem Mund zumindest verdünnt werden & somit weniger Schaden an Deinen Zähnen anrichten können.

Bleib gesund & viel Spaß mit diesem Experiment.

Deine Andrea

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