Blogparade „Kinder sind Forscher“: Schrumpelhaut

Forschen für Kinder Logo mit lustigen Wissenschaftler. In der Hand hält er einen Erlenmeyerkolben mit grüner Flüssigkeit. Er trägt einen weißen Kittel.

Seit mittlerweile sechs Jahren darf ich Kinder dabei begleiten, ihre Welt auch wissenschaftlich zu erkunden. Noch immer genieße ich es, mit Kinderaugen & Kinderbegriffen, die Phänomene aus Naturwissenschaft & Technik zu ergründen.

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Zahllose Forscherreisen durfte ich schon begleiten.

Dabei ist die Kreativität der Ideen beeindruckend, die Kinder entwickeln, wenn sie ein Thema erforschen. Eben dieser kindliche Forschergeist hat mich dazu bewogen, an der Blogparade „Kinder sind Forscher“ von x-mal anders sein teilzunehmen. Bei x-mal anders widmet sich Anne-Christin Ermisch Themen zu seltenen Erkrankungen, Inklusion oder Behinderungen.

Zum internationalen Tag der seltenen Krankheiten, der – wenn möglich –  am 29. Februar abgehalten wird – sonst schon am 28.2. -, hat Anne sich für diese schöne Blogparade entschieden.

Die Idee zu meinem Beitrag im Rahmen der Blogparade ergab sich bei einem gemütlichen Abendritual mit meiner kleinen Forscherin daheim. Wir wollten gemeinsam ein warmes Bad nehmen, nachdem der Winter zurückgekehrt war & den schon wundervollen Frühling verdrängt hatte.

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Es darf gespielt werden…

Dazu gibt es immer einen angenehm-duftenden, unserer Stimmung angepassten Badezusatz. Ein wenig Spielzeug & schon entspannen wir uns. Natürlich darf dieses Entspannungsbad gerne auch mal etwas länger dauern.

So war es auch, als ich gefragt wurde…“Mama, warum ist meine Haut eigentlich so schrumpelig?“. Eine berechtigte Frage.

Gemeinsam haben wir uns überlegt, was da im Wasser passiert, dass unsere Haut an Händen & Füßen zu „schrumpeln“ beginnt. Hast Du Dich das auch schon mal gefragt? Auch, warum nur Haut an Händen & Füßen betroffen ist?

Dazu haben wir uns erst einmal angeschaut, wie unsere Haut eigentlich aufgebaut ist. Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers, grenzt ihn ab, ist aber vor allem zum Schutz da. Sie schützt uns, davor zu überhitzen, auszukühlen, stellt einen Sonnenschutz dar. Die Haut hilft auch dabei, uns vor Überhitzen oder Auskühlen zu schützen & hält mit dank eines Säuremantels Bakterien & Viren ab.

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Aufbau unserer Haut

Wie unsere Haut aufgebaut ist, habe ich Dir mal aufgemalt. Du kannst die verschiedenen Schichten erkennen, die wir Ober-, Leder- oder Unterhaut nennen. Über der Oberhaut befindet sich noch die Hornhaut – eine Schicht abgestorbener Hautzellen.

Diese Hornhaut bringt uns zurück zu der Frage, was eigentlich mit unseren Händen & Füßen passiert, wenn wir lange im warmen Wasser platschen.

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Schrumpelhaut an den Händen.

Die Schrumpelhaut bekommen wir eigentlich nur an Händen & Füßen. Deshalb haben wir uns gefragt, was an diesen Hautstellen anders ist & haben festgestellt, dass unsere Hände & Füße quasi „Arbeitshaut“ brauchen.
Den ganzen Tag tragen uns die Hautzellen der Fußsohle durch unsere Welt & die Hände erledigen in der selben Zeit unzählige, unterschiedliche Aufgaben. Und tatsächlich…diese Arbeitshaut gibt es. Wir nennen sie Hornhaut. Dabei handelt es sich um Hautzellen, die abgestorben sind. An den genannten Stellen hat unsere Haut bis zu 10x mehr Hornzellen, als am restlichen Körper. Diese Zellen saugen besonders gut & viel Wasser auf & sorgen so dafür, dass sie sich ausdehnen. Es ist also Wasser, das die Wölbungen an Händen & Füßen verursacht.

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Schrumpelige Füße…sieht sehr lustig aus, oder?

Ziemlich schnell geht dieser „Schrumpelhaut“-Effekt aber auch wieder weg. Wenn wir die feuchte Umgebung nämlich verlassen & uns abtrocknen,  geben die Zellen das Wasser auch wieder ab & Hände & Füße sehen aus wie vorher…und wenn Du mal zu lange heiß gebadet hast, dann schadet es nicht, sich mit einer sanften Feuchtigkeitscreme einzucremen. Aber auch das schafft unsere Haut in der Regel problemlos alleine.

Mit dem Wissen sind wir dann noch eine weitere Runde tauchen gegangen.

Wir gehen noch eine Runde Wannentauchen.

Bleibt mir zum Abschluß noch, Dich, alle Eltern & alle Kinder zu ermutigen, neugierig zu sein & zu bleiben & sich gemeinsam Antworten auf die vielen Fragen zu suchen, zu überlegen, nachzulesen oder zu erarbeiten.

Dann haben wir auch in Zukunft motivierte Nachwuchsforscher, die hoffentlich auch Hilfe für viele Betroffene finden, die mit einer der vielen seltenen Erkrankungen leben.

Deine Andrea

2 Gedanken zu „Blogparade „Kinder sind Forscher“: Schrumpelhaut“

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